Bundesregierung schiebt klimafreundliche Beschaffung auf die lange Bank

Berlin – Anlässlich der heutigen Verabschiedung des Vergabebeschleunigungsgesetzes im Deutschen Bundestag kommentiert Tobias Pforte-von Randow, stellvertretender Geschäftsführer des DNR:
„Mit der Verabschiedung des Vergabebeschleunigungsgesetzes hat die Bundesregierung die Chance verpasst, die öffentliche Beschaffung zu einem strategischen Transformationsinstrument weiterzuentwickeln. Statt die enorme Marktmacht des Staates gezielt für die Förderung von Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Innovation zu nutzen, wird der dringend benötigte Nachfrageimpuls für klimafreundliche Materialien wie Stahl und Zement vertagt. Ein fatales Signal angesichts der Notwendigkeit, fossile Abhängigkeiten zu reduzieren und Investitionen in zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu lenken.
Nun liegt es an Bundeswirtschaftsministerin Reiche, umgehend von der Verordnungsermächtigung Gebrauch zu machen und mit verbindlichen Klimakriterien klare Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Modernisierung unserer Industrie ist ein gemeinschaftlicher Kraftakt, bei dem auch die öffentliche Hand Verantwortung übernehmen muss. Wer hier zögert, verspielt wertvolle Zeit und riskiert, das Rennen um die Märkte von morgen zu verlieren.“
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Tobias Pforte-von Randow
Koordinator Politik & Gesellschaft - stllv. politischer Geschäftsführer



