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EU-Kommission setzt wichtiges Signal für mehr Naturschutz
Pressemitteilung | 22.06.2022
#Biodiversität und Naturschutz #Landwirtschaft und Gentechnik

EU-Kommission setzt wichtiges Signal für mehr Naturschutz

EU-Renaturierungsgesetz und neue Pestizidvorgaben leisten Beitrag zur Krisenvorsorge

Restoration Area
© AdobeStock/NOWRA photography
Restoration Area

Berlin - Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) begrüßt die heutige Veröffentlichung des Naturschutzpaketes der EU-Kommission, bestehend aus der Überarbeitung der EU-Vorschriften zum nachhaltigen Einsatz von Pestiziden und dem EU-Renaturierungsgesetz (Nature Restoration Law), mit denen die Ziele der europäischen Biodiversitätsstrategie und der Farm-to-Fork-Strategie umgesetzt werden sollen.

„Die EU-Kommission setzt heute ein längst überfälliges Signal für den Schutz der biologischen Vielfalt und für die Umsetzung des Europäischen Green Deal. Eine weitere Verzögerung wäre angesichts der fortschreitenden Biodiversitätskrise keinesfalls vertretbar gewesen und hätte die Glaubwürdigkeit der EU-Kommission aufs Spiel gesetzt. Gerade in Zeiten multipler Krisen kann ein ambitioniertes Naturschutzpaket einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der Klimakrise und zur Stärkung der weltweiten Ernährungssicherheit leisten“, kommentiert DNR-Geschäftsführer Florian Schöne.

Die EU-Kommission plant mit der Pestizidgesetzgebung unter anderem die Halbierung des Pestizideinsatzes bis 2030 sowie ein komplettes Verbot in Schutzgebieten. Das Renaturierungsgesetz soll zu den Zielen der EU-Biodiversitätsstrategie beitragen, jeweils 30 Prozent der Landes- und Meeresfläche unter Schutz zu stellen sowie jeweils zehn Prozent davon unter besonderen Schutz. Nach Überzeugung des DNR wäre es jedoch besser, diese Ziele rechtlich bindend im Gesetz zu verankern.   

„Jetzt ist es wichtig, dass EU-Parlament und Rat ihrer Verantwortung nachkommen und schnell zu ambitionierten Positionen kommen, damit die Trilog-Verhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament zeitnah beginnen können“, so Schöne weiter. 

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