Forderungspapier des AK Rohstoffe zur Alternativen Rohstoffwoche 2026

In einem heute veröffentlichten Forderungspapier im Rahmen der Alternativen Rohstoffwoche 2026 fordert der AK Rohstoffe mit seinen Mitgliedern, zu denen der DNR gehört, eine Rohstoffwende. Dafür brauche es „weniger Primärrohstoffverbrauch, eine ganzheitliche Kreislaufwirtschaft sowie starke Umwelt- und Menschenrechtsstandards“. Nur so könne eine Rohstoffpolitik gelingen, die Versorgungssicherheit, Umwelt- und Menschenrechtsschutz sowie globale Gerechtigkeit verbindet.
Zu den konkreten Forderungen des AK Rohstoffe zählen:
- Lieferkettengesetze stärken Menschenrechte
Verbindliche gesetzliche Vorgaben bleiben unerlässlich. Das Schutzniveau des deutschen Lieferkettengesetzes muss erhalten bleiben, sowie
bestehende Schwächen des Gesetzes bei der Umsetzung der CSDDD in deutsches Recht behoben werden.
- Umwelt und Wasser wirksam schützen
Die Wasserrahmenrichtlinie muss konsequent umgesetzt werden, Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen ohne Abstriche gesichert und besonders sensible Ökosysteme vor Rohstoffabbau geschützt werden.
- Wer betroffen ist, muss mitentscheiden
Betroffene Menschen müssen gut informiert werden, bei Entscheidungen mitreden können und Zugang zu wirksamen Beschwerde- und Abhilfemöglichkeiten haben. Die Rechte indigener Völker müssen verbindlich eingehalten werden, insbesondere ihr Recht, Projekten frei, vorab und auf Grundlage vollständiger Informationen zuzustimmen oder sie abzulehnen (FPIC).
- Weniger Rohstoffverbrauch schafft Versorgungssicherheit
Produkte sollen länger genutzt, häufiger repariert, wiederverwendet und hochwertig recycelt werden. Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie soll den Verbrauch neuer Rohstoffe in Deutschland bis 2045 auf 7 bis 8 Tonnen pro Person und Jahr senken.
- Öffentliche Gelder zukunftsfähig investieren
Staatliche Fördermittel für Rohstoffprojekte sollen nur vergeben werden, wenn Umwelt-, Menschenrechts- und Transparenzstandards eingehalten werden. Vor einer Förderzusage müssen Umwelt- und Sozialfolgen sowie die Finanzierung der Projekte offengelegt werden. Öffentliche Investitionen im Rohstoffbereich sollen vor allem den Ausbau der Kreislaufwirtschaft unterstützen.
Dieses Papier wird vom zivilgesellschaftlichen Bündnis AK Rohstoffe getragen, das aus über 30 Umwelt-, Menschenrechts- und Entwicklungsorganisationen besteht und sich seit 2013 für eine sozial-ökologische und global gerechte Rohstoffpolitik, insbesondere im Bereich Metalle, einsetzt.


