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Deregulierung der Neuen Gentechnik: Vorsorge und Wahlfreiheit stehen auf dem Spiel
Pressestatement | 16.06.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Landwirtschaft und Gentechnik

Deregulierung der Neuen Gentechnik: Vorsorge und Wahlfreiheit stehen auf dem Spiel

Glasröhrchen mit grafischer DNA-Doppelhelix, im Hintergrund eine Wissenschaftlerin
© Adobe Stock / Dan Race
Prüfender Blick auf die Doppelhelix im Reagenzglas

Berlin - Anlässlich der morgigen Abstimmung über die EU-Verordnung zu Pflanzen aus neuen gentechnischen Verfahren (NGT) im Europäischen Parlament kommentiert Florian Schöne, Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzrings (DNR):  

„Die geplante Deregulierung der Neuen Gentechnik greift das europäische Vorsorgeprinzip massiv an und schränkt die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger ein. Wenn NGT-Pflanzen künftig ohne umfassende Risikoprüfung und Kennzeichnung in die Umwelt kommen, ist das leichtfertig. Damit werden unkontrollierbare Risiken für einzelne Arten und ganze Ökosysteme in Kauf genommen.

Gleichzeitig missachtet der Vorschlag das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher zu wissen, was auf ihren Tellern landet. In einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage gefährdet die Verordnung zudem den gesamten gentechnikfreien Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor. 

Wir fordern die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, den Verordnungsentwurf abzulehnen. Das Vorsorgeprinzip, verbindliche Risikoprüfungen sowie eine lückenlose Kennzeichnung – vom Saatgut bis zum Teller – müssen erhalten bleiben. Die Abgeordneten stehen jetzt in der Verantwortung, den gesellschaftlichen Wunsch nach Transparenz zu sichern, die gentechnikfreie Wirtschaft zu schützen und die biologische Vielfalt vor möglicherweise irreversiblen Schäden zu bewahren.“ 

Björn Pasemann

Referent für Naturschutz und Agrarpolitik

030 6781775-71

bjoern.pasemann@dnr.de

Adréana Hess

Referentin für Kommunikation

030 6781775-82

adreana.hess@dnr.de