Ernteausfälle in der Landwirtschaft: Mehr Flächenprämie ist die falsche Antwort

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat angekündigt, die Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wegen Dürre und möglicher Ertragseinbußen zu erhöhen. Dazu äußert sich DNR-Geschäftsführer Florian Schöne:
„Die Landwirtschaft in Deutschland und Europa leidet bereits unter dem Klimawandel. Die aktuellen Ernteschäden sowie massive Wald- und Moorbrände geben einen Vorgeschmack, wohin politische Untätigkeit angesichts von Artensterben und Klimakrise führt. Doch die Antworten von Agrarminister Rainer auf die Herausforderungen von heute sind Instrumente von gestern.
Statt die Landwirtschaft mit einer klaren Linie zukunftsfest und widerstandsfähig gegen Extremwetter, Dürre und Hitze zu machen, sollen weitere Millionen Steuergelder der EU-Agrarförderung pauschal und ineffizient nach Flächengröße verteilt werden. Echte Lösungen - wie Investitionen in den natürlichen Wasserrückhalt, vielfältige Fruchtfolgen, Ökolandbau, Flächen für Artenvielfalt und die Förderung der Weidehaltung - bleiben auf der Strecke. Dabei ist der gezielte Einsatz der Agrargelder für Klima-, Natur- und Tierschutzleistungen längst breiter Konsens. Der unzeitgemäße Rückfall zum Gießkannenprinzip hilft weder den besonders betroffenen Betrieben, noch ist die Verwendung der Steuergelder mittels pauschaler Flächenprämien gesellschaftlich zu rechtfertigen.“




