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Biologische Vielfalt: Positionspapier zum Weltnaturabkommen (CBD)
Publikation | 08.10.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Politik und Gesellschaft

Biologische Vielfalt: Positionspapier zum Weltnaturabkommen (CBD)

Titelbild des Positionspapiers zur CBD COP 17 - grafische Darstellung von Natur, unter anderem Berge, Gewässer, Wald, Schilf sowie Murmeltier, Greifvogel und Meeresschildkröte
© Forum Umwelt & Entwicklung

Vom 19. bis 31. Oktober 2026 verhandelt die Weltgemeinschaft in Jerewan (Armenien) erneut über den Schutz der biologischen Vielfalt. Die 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17) ist gleichzeitig die Halbzeitkonferenz zum 2022 beschlossenen Weltnaturabkommen mit seinen 23 Zielen. Zum ersten Mal überprüft, wie weit die Staaten mit den 2022 beschlossenen Zielen des Kunming-Montreal-Rahmenwerks (GBF), dem zentralen globalen Fahrplan zum Schutz von Arten und Lebensräumen, tatsächlich vorangekommen sind. 

Der zur Konferenz veröffentlichte globale Halbzeitbericht zeigt: Ohne mehr Anstrengung erreicht die Weltgemeinschaft bis 2030 keines dieser Ziele. Auch Deutschland tut sich mit der Umsetzung schwer. 

Erwartungen der deutschen NGOs an die Bundesregierung zur 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17)

Unter der Federführung des Forums Umwelt und Entciklung haben sich Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, darunter der Deutsche Naturschutzring, mit einem „Positionspapier zur CBD-COP17 und zur Halbzeitbilanz des Weltnaturabkommens“ zu Wort gemeldet. Die Organisationen fordern die Bundesregierung auf, sich auf der UN-Biodiversitätskonferenz sowie national für eine konsequente und wirksame Umsetzung der 2030-Ziele des Weltnaturabkommens einzusetzen. 

Der erste Teil des Papiers zeigt die Forderungen zu den internationalen Verhandlungen bei der COP17 selbst auf. Im zweiten Teil zielen die Forderungen auf die nationale Umsetzung der globalen Biodiversitätsziele hier in Deutschland. Es folgen die Forderungen in Kürze:

Was auf der COP17 entschieden werden muss:

  1. Von der Bestandsaufnahme zur verstärkten Umsetzung
  2. Treiber der Naturzerstörung verbindlich eindämmen
  3. 30x30 an Land und Meer: Den Schutz in die Fläche bringen
  4. Zugesagte Finanzmittel liefern und gezielt verteilen
  5. Rechtebasierte Umsetzung: lokale Bevölkerung, Schutz von Menschenrechtsverteidiger*innen und Gender-Gerechtigkeit

Was Deutschland jetzt umsetzen muss:

  1. Den Naturschutz und das Naturschutzrecht wieder stärken
  2. Die Wiederherstellung von Ökosystemen priorisieren und einen nationalen Wiederherstellungsplan vorlegen Verschmutzung reduzieren
  3. Naturfreundliche Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei fördern EU-Lieferkettenregeln konsequent umsetzen
  4. Verlässliche Finanzierung sichern

Erwartungen der deutschen NGOs an die Bundesregierung zur 17. UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17)

Positionspapier CBD-COP17 - Halbzeitbilanz des Weltnaturabkommens (564 KB)

Deutschland kann in Jerewan nur glaubwürdig auftreten, wenn es seine eigenen Zusagen auch zuhause einlöst. Der Rahmen ist mit der EU-Biodiversitätsstrategie, der EU-Wiederherstellungsverordnung und der nationalen Biodiversitätsstrategie sowie Aktionsplänen bereits vorhanden. Dies muss sich nun auch in den gesetzlichen Rahmenbedingungen und ihrer konsequenten Durchsetzung widerspiegeln.
Aus dem Forderungspapier

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