Der EU-Aktionsplan für Düngemittel muss das Ende der Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen einläuten

In einem offenen Brief an die fachlich zuständige EU-Kommissar*innen hat sich ein großes Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen für mehr Unabhängigkeit im Düngemittelsektor ausgesprochen. Die Verwundbarkeit der europäischen Landwirtschaft durch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen müsse abgelöst werden durch schon vorhandene Lösungen, fordern unter dem Dach des Europäischen Umweltbüros (EEB) auch der Deutsche Naturschutzring, Slow Food, Client Earth und viele weitere Vereinigungen.
Europa sieht sich erneut mit einem Düngemittelpreisschock konfrontiert, der durch geopolitische Instabilität und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ausgelöst wird. Der offene Brief an die Europäische Kommission, der von über 70 Organisationen unterzeichnet wurde, erläutert, warum die Düngemittelkrise im Grunde eine Krise der fossilen Brennstoffe ist, die Landwirtschaftsbetriebe, Ernährungssysteme, die öffentliche Gesundheit und die Trinkwasserversorgung wiederholten Schocks aussetzt.
Außerdem werden bereits verfügbare praktische Lösungen aufgezeigt, darunter:
- die Förderung agroökologischer und ökologischer Landwirtschaft
- die Ausweitung des Leguminosenanbaus und der Fruchtfolge
- die Durchsetzung der Nitratrichtlinie
- die Verbesserung der Stickstoffeffizienz in allen Lebensmittelsystemen
- Investitionen in die regionale Produktion von Biodüngemitteln und das Nährstoffrecycling.
Das Bündnis argumentiert, dass die Verringerung der Abhängigkeit von Düngemitteln auf Basis fossiler Brennstoffe für die Widerstandsfähigkeit, die Klimastabilität, den Lebensunterhalt der Landwirte und die langfristige Nahrungsmittelproduktion unerlässlich ist.
Joint Letter EU Fertiliser Action Plan
2026-05-joint-letter-eu-fertiliser-action-plan-12-may.pdf (2 MB)


